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Artikel: Nachhaltigkeitsrevolution Araku Valley

Junge Frau pflückt Kaffee Bohnen in Indien (Araku)

Nachhaltigkeitsrevolution Araku Valley

Wir sind wieder einen Schritt nach vorne in Sache Direct-Trade-Bio-Kaffees und arbeiten ab diesem Jahr in Indien nur noch mit Bio-Arabicas aus Araku!

Wir haben in den vergangenen Jahren schon einige Microlots aus dem Araku Valley ersteigert, und uns entschieden, weiter auf Kaffees dieser Dörfer umzusteigen. Um hier größeren Impact zu haben, nehmen wir neben den Nuggets auch weiteren Kaffee in größerem Volumen ab.

"Die Zukunft von Specialty Coffee muss nachhaltig sein"
Raphael Braune

Das Araku Valley Projekt

Araku liegt im Osten Indiens, etwa in der der Mitte. „Genau eine Straße führt in das Araku Valley“, so Manoj Kumar, der CEO der gemeinnützigen Naandi Foundation. Im Tal selbst sei man hauptsächlich zu Fuß unterwegs. Als die Naandi Foundation for etwa 25 Jahren (1998) mit ihrer Arbeit begann, litt die Region unter großer Armut. Die Landwirtschaft hatte sich umstrukturiert und war geprägt durch riesige Betriebe, welche die lokale Bevölkerung entweder als Tagelöhner oder durch niedrigste Preise ausbeuteten. Dort angekommen, kümmerte sich Naandi zunächst um die hohe Muttersterblichkeit und etablierte eine medizinische Grundversorgung in der Region. Durch das gewonnene Vertrauen vertiefte sich die Zusammenarbeit zwischen der Organisation und der lokalen Bevölkerung. Die einzelnen Familien bekamen ökologisch nachhaltige Anbaumethoden an die Hand und lernten durch die Ressourcen der Naandi, den eigenen Grund und Boden biologisch nachhaltig zu bewirtschaften; über 100.000 Menschen haben sich mithilfe dieser Projekte durch eigene Arbeit aus der Armut befreit. Dieses „Arakunomics“-Modell wurde 2020 mit dem Preis der renommierten Rockefeller Foundation ausgezeichnet

All diese Familien bauen hauptsächlich Kaffee an. Mit Kaffee ist es möglich, abseits vom Massenmarkt, für gute Qualität auch gute Preise zu erzielen. Um das zu gewährleisten, war schnell klar, dass nicht nur der Anbau, sondern auch die Weiterverarbeitung des Grünkaffee nicht durch große Produktionsbetriebe geleistet werden sollte. Unter der Schirmherrschaft der Naandi wird dieser Kaffee über die Gems of Araku versteigert. Als Juroren haben wir schließlich diesen Kaffee kennen- und lieben gelernt. Indien war vor allem für leicht karamellige Kaffees, die eine starke Würze ausbilden, bekannt. Island Village, unserem ersten Gem of Araku vor gut drei Jahren, hob sich mit Noten von süßen Kirschen von allen Erwartungen ab. Unser Interesse war geweckt und wir bekamen immer mehr aus Araku in unsere Regale.
Frau bearbeitet Kaffee Bohnen

Wir stellen um

Natürlich gibt es noch mehr guten Kaffee als die besten der besten, die in den Gems-of-Araku-Auktionen versteigert werden. Wir wollen die Region und diese Projekte noch besser unterstützen. Deshalb werden wir uns für unsere indischen Kaffees voll auf Araku fokussieren: das heißt, wir stellen den neuen Araku Bio vor, einen gewaschenen Kaffee, der eher in eine klassische Richtung geht, aber dennoch seine Geschichte nicht vergisst. Er wurde von Familien angebaut und von Hand noch auf derselben Farm weiterverarbeitet. Zudem stellen wir unsere Kaffeemischungen um: alle Mischungen die einen Arabica aus Indien enthalten, wechseln zu dem Bio-Direct-Trade-Kaffee aus Araku; damit ist der Bio-Kaffee auch in Mischungen vertreten, die insgesamt noch nicht das Biosiegel tragen dürfen. Wir haben bei dieser Umstellung natürlich darauf geachtet, dass die bewährten Geschmacksprofile unserer Kaffees erhalten bleiben.

Nachhaltigkeit im Specialty Coffee

Das Araku Valley steht an der Spitze der Bio-Revolution im Specialty Coffee, allerdings geht die Region darüber sogar hinaus: Nachhaltigkeit ist kein eindimensionaler Begriff. Neben der Ökologie, kommt hier noch die wirtschaftliche Nachhaltigkeit für die Bauern hinzu, die durch Hilfe zur Selbsthilfe nachhaltig in die eigene Familie und den eigenen Familienbetrieb investieren können. Dazu kommt auch die Nachhaltigkeit der Beziehungen: Wir können damit rechnen, dass sich das Araku Valley noch weiter in diese Richtung entwickelt und haben so einen verlässlichen Partner und freuen uns auf die Zukunft.

Wir sind uns sicher, dass auch andere Regionen dieses Modell als Vorbild sehen und für die eigenen Umstände adaptieren werden. „Die Zukunft von Specialty Coffee muss nachhaltig sein“, so Raphael Braune, denn Specialty Coffee kann in Zukunft nicht ohne Nachhaltigkeit funktionieren. Wir brauchen auf allen Seiten ein Umdenken und es freut uns zu sehen, dass dies bereits stattfindet.
Mehrere Frauen verarbeiten Kaffee Bohnen weiter

Quellen:

TED Talks India: Nayi Baat, Manoj Kumar, November 2019, https://www.ted.com/talks/manoj_kumar_how_coffee_enriches_india_s_indigenous_peoples
Zugriff am 2024-01-16

Naandi Webauftritt, Farmers: https://naandi.org/farmers/
Zugriff am 2024-01-10

Araku Coffee Auftritt, About: https://www.arakucoffee.in/pages/about
Zugriff am 2024-01-10

Interview mit Raphael Braune, 2024-01-10

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